Montag, 8. Dezember 2008

Die Welt und wir...

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Frau Bundeskanzlerin Merkel rudert zurück in Bezug auf den Klimaschutz. Die Erderwärmung macht Pause, und Frau Merkel hat keine Lust mehr, das Klima exzessiv zu schützen. Vor noch gar nicht so langer Zeit hörte sich das alles anders an. Da wurde behauptet, es würde keinen Schnee, keine Kälte mehr bei uns geben.

Aber, abgesehen davon: Umweltschutz wäre nach wie vor wichtig, damit wir nicht vollends alles ruinieren, was noch halbwegs intakt ist. Leider hat Frau Merkel dazu keinen Draht, wie es scheint. Alles was Geld bringt, den Reichtum jener mehrt, die sie ja so heftig alimentiert zur Zeit - die armen Reichen - ist angesagter.

In fast allen Ländern und Staaten dieser Erde mehrt sich die Armut, nimmt das Elend zu. Frau Merkel geht das nichts an, auch nicht die Armut im eigenen Land. Sie treten uns entgegen mit ihren geheuchelten Fassaden der Höflichkeit - die Mächtigen dieser Welt in Politik und Wirtschaft. Ihr Gruss ist das Ausstrecken der Hände, die nur gierig sind. Sie werben nur um unsere Gunst zu ihrem Vorteil, und in ihren Augen funkelt der Geltungsdrang.

Stärke predigen sie, Sozialdarwinismus vom Feinsten wird umgesetzt - denn in ihren Verführungskünsten dem Wähler, dem politischen Führer anderer Länder gegenüber - verbirgt sich weder ein selbstloses Angebot noch sonst eine Art von echter Hilfe. Politiker und ander Mächtige schaffen nur eines in der Welt: Bittere Abhängigkeiten, in denen die Menschen dieser Erde bitteren Zoll dafür bezahlen.

Gesetze, Verbote, in die Schranken gewiesen - überwacht und kontrolliert, wo es nur immer geht, das ist es, was den Menschen tatsächlich übergebraten wird. Im Zweifelsfall ist Folter wieder salonfähig, keine Gnade, Menschenrechte stehen auf dem Papier, und da stehen sie gut...

Im Fordern sind sie alle gut, die Herrschenden dieser Welt: Leistung und Opfer soll der Bürger bringen, den Gürtel enger schnallen, während sie alle selber habgierig sind und sich nicht zu Tode schuften.

Auch die Arroganz unserer Politiker stellt das Lebensrecht vieler anderer in Frage, das kann noch so toll verbrämt werden mit irgendwelchen Begründungen, das ändert nichts daran. Was mit den Arbeitslosen veranstaltet wird, ist Demütigung, Unterdrückung, Ausbeutung, Verarmung in voller Absicht, zu Gunsten der Unternehmer und Arbeitgeber.

Krieg ist ja als politisches Mittel auch wieder angesagter denn je. Damit sichert die Politik notfalls ihre Existenz. Eigentlich wäre die Welt ja immer noch schön gross, aber Politiker gibt es überall - und mit ihnen tritt die Macht über andere in Erscheinung, die Gier, die Jagd auf Rohstoffe, auf Geld. Damit einher geht die Missachtung der Würde anderer Menschen, trotz ihrer Sonntagsreden, in denen sie behaupten, die Menschenrechte zu achten und zu fördern.

Wir begehren auf, bei vielen Berichten die wir lesen - manchmal geht der Sturm in uns vorüber, geht unter in unserem schwieriger gewordenen Alltag, aber das niederdrückende Gefühl bleibt oft noch lange erhalten. Es ist das Gefühl der Angst dabei, nicht Kraft genug zu haben, nicht stark genug sein zu können. Wenn wir diesem Gefühl zu viel Raum schenken, ihm gar nachgeben, dann macht es uns fertig.

Dieses Jahr ist es ein Advent mit wenig froher Erwartung. Die kleinen Erleichterungen, die weniger üppigen Freuden zählen wieder mehr. Und doch geht eine Hoffnung nach der anderen dahin - sei es jene auf Frieden, auf einen Verdienst mit dem man leben kann. Die Hilfsorganisationen vermelden, dass die Spenden weniger werden, und dass manchmal nichts mehr zu verteilen gibt.

Die Weite der Welt wird uns auch bewußt, wenn wir von den Krisenherden erfahren. In vielen Gebieten mischt unsere Regierung ja auch mit, weiss wo hat sie ihre Finger mit im Spiel - die Soldaten eingesetzt. Immer mehr werden die Bürger entfremdet, sich selber, ihren ehrlichen Gefühlen und Empfindungen.

Immer mehr empfinden viele Menschen auch das Verhalten der Kirchen als Farce. Das fromme Gerede von der Geborgenheit in Gott will nicht mehr zünden, weil es nicht mehr erlebt werden kann. Alles muss der Mensch inzwischen bei sich selber finden: Mut, Aufrichtigkeit, Nächstenliebe, Kraft und Stärke.

Die Herrscher der Welt begegnen uns mit ihren kalten Augen und gierigen Händen, mit ihren Blicken, die an allem Wesentlichen vorbeigleiten und keine Realitäten erfassen, die mit den Menschen zu tun haben.

Deshalb - was gehen sie uns noch an, diese Politiker? - Das würden wir gerne so sagen. Und doch, wir müssen es einsehen, dass wir uns nicht einfach wegducken können, davonstehlen. Denn irgendwann erwischt es jeden durch ihre Politik. Sie mögen diese Politik nicht mehr für den Bürger machen, aber sie meinen ihn damit.

Adventszeit - Zeit der Erwartung. Wenn wir schon nichts Rechtes von den Politikern dieser Welt zu erwarten haben, sollten wir wenigstens uns selber nicht aufgeben: Erwarten wir von uns selber alles: Mut - Engagement - Aufrichtigkeit - Nächstenliebe, möglichst über Advent und Weihnachten hinaus - Kraft, Stärke und Wahrhaftigkeit.

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