Montag, 13. Juli 2009

Fremdenhass von ganz oben her ausgetobt

Es ist unwichtig dabei, welche sonstigen Motive Ex-Präsident Bush sonst noch bewegt haben mögen zu dem, was immer mehr an die Oberfläche der heutigen Realität gespült wird. Ob es religiöse Einsprengsel waren, oder was auch immer, das ist für die rechtliche Situation unwichtig. Eines ist aber sicher, dass er einen ganz persönlichen Hass gepflegt haben muss - gegen alles, was mit Muslimen zu tun hatte. Der Terror alleine kann einen zu Unsachlichkeiten hinreissen, aber er darf einen Präsidenten nicht so beherrschen, dass er Dinge tut und tun läßt, die nicht mehr gesetzlich astrein sind. Das läßt durchaus an Fremdenhass denken.

Jeder Schwerverbrecher muss nach einem gewissen Mass in unserer zivilisierten Welt behandelt werden - es ist traurig genug, dass es immer wieder Verstösse dagegen gibt - umso schlimmer ist es, wenn ein Präsident gegen alles verstösst, was die rechtlichen Errungenschaften ausmachen sollten. Präsident Bush ist es in vielen Bereichen zu verdanken, dass die westliche Welt wieder in einen Zustand der Barbarei, der Feindseligkeiten gegen das eigene jeweilige Volk, und in vermehrten Fremdenhass abgleitet. Genauso ist er die Ursache für viele Gesetze, die sich wieder diktatorisch gegen Menschen richten, statt ihnen dienlich zu sein.

Genauso hat er alle jene ermutigt, die sich nun dazu berufen fühlen, sich vollends von den Bürgern abzuheben, statt ihnen als Regierende zu dienen. In vielen Vorgängen und Massnahmen war er der Anstoss, und der Wegbereiter - leider nicht zum Guten.

Der neue Präsident nun, Obama, wollte auf alles rasch den Deckel des Vergessens stülpen, und den Blick nach vorne richten - wie er sagte. Es ist aber eine alte Weisheit aus der Psychologie, dass das, was verborgen und verdrängt werden soll, hervorgekrochen kommt, und jeden wieder einholt, der nichts damit zu tun haben wollte. Genauso ergeht es jetzt Obama.

Aus allen Winkeln schreit es geradezu danach, die Verbrechen der Bush-Ära und deren Folgen endlich aufzuarbeiten. Von jeder Ecke und Ritze her kommt diese Forderung gekrochen, in Begleitung auftauchender Videos, geheimer Berichte die niemand zuvor angeblich kannte, und so weiter.

Es ist kein Spass für Obama, der eine neue Politik mit einer neuen Ära etablieren wollte - für ein wieder freundlicheres Amerika. Leider ist es nicht so einfach, das alte Regime einfach wegzuwischen, wie einen unflätigen Spruch von einer alten Schiefertafel. Die Vorgänge sind nun mal geschehen, und lassen sich nicht rückgängig machen. Was Obama tut, ist ein Unrecht gegen jene, die davon betroffen waren oder sind: Die Opfer dieser Politik, die Bush betrieben hatte.

Auch die Machenschaften im Namen des Terrors, die immer noch im Gange sind - weltweit - kann Präsident Obama damit nicht zum Stillstand bringen, geschweige denn rückgängig machen. Was besonders traurig ist: Viele Menschen wollen eine Aufarbeitung dieser Zeit, wollen rechtliche Klärung und strafrechtliche Konsequenzen - im Namen der Gerechtigkeit. Obama will das nicht, ihm ist das oberflächliche Ansehen der USA wichtiger, wie es scheint.

Oder, er weiss wie gefährlich es ist, wenn der CIA damit zu tun hat - und das ist leider der Fall. Allerdings ist es keine Lösung, einfach so weiter zu machen, als wäre nichts gewesen. Diese Möglichkeit wird aber gerne in Anspruch genommen, weil sie die bequemste ist - und die, welche einen selber am wenigsten gefährdet.

Es gilt abzuwarten, wie sich Präsident Obama aus den Schatten der Vergangenheit herauswinden will.

1 Kommentar:

Thomas hat gesagt…

pardon .. doppelt BITTE loeschen .. ein versehen